Bei trockener Haut produzieren die Talgdrüsen nicht ausreichend Talg, um die Haut straff und geschmeidig zu halten. Dem können viele Ursachen zugrunde liegen, wie genetische Veranlagung, hormonelle Einflüsse oder exogene Einflüsse wie trockene Heizungsluft. Um der trockenen Haut entgegenzuwirken und eine gesunde Balance des Feuchtigkeitshaushaltes herzustellen, kannst du deinen Körper durch eine ausgewogene Ernährung unterstützen. In folgendem Beitrag erfährst du mehr über Nährstoffe und Lebensmittel, die deiner Haut helfen, schön und gesund zu bleiben. Wenn du dich zu anderen Themen rund um trockene Haut informieren willst, klicke bitte hier.
Unsere Haut kann als größtes Organ die Probleme in unserem Körperinneren nach außen widerspiegeln. Selbst wenn eine Hauterkrankung ihren Ursprung nicht in der Ernährung hat, ist es für die effektive Bekämpfung wichtig, begleitend auf eine gesunde Ernährung zu achten.
Nährstoffe, die einen positiven Effekt auf die Haut haben, haben wir dir bereits hier vorgestellt. Speziell auf trockene Haut bezogen, ist es wichtig, den Körper mit wertvollen Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen, damit sich unsere Haut besser regenerieren und Feuchtigkeit effektiver speichern kann.
Vitamin A beteiligt sich an der Bildung von neuen Hautzellen und sorgt für mehr Elastizität der Haut, indem die Speicherung von Feuchtigkeit unterstützt wird. Die Vorstufe von Vitamin A wird Beta-Carotin genannt. Beta-Carotin gehört zu den Antioxidantien, die die Haut vor freien Radikalen schützen und so vorzeitiger Hautalterung vorbeugen.
Die B Vitamine liefern der Haut Feuchtigkeit und sorgen für eine glattere Haut. Insbesondere hervorzuheben sind hier Pantothensäure und Biotin. Pantothensäure hilft bei dem Auf- und Abbau von Fetten und der Energieversorgung unserer Zellen. Biotin hingegen hilft, schuppige Haut zu bekämpfen, indem es die Hautregeneration verbessert.
Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Kollagenherstellung des Körpers, hilft bei der Regulation des Feuchtigkeitshaushaltes der Haut und stärkt das Bindegewebe. In Kombination mit Beta-Carotin fördert Vitamin C außerdem die Hautelastizität.
Vitamin E gehört nicht nur zu den Antioxidantien, sondern hat auch eine stark feuchtigkeitsspendende und Durchblutung fördernde Wirkung. Ebenso hilft Vitamin E bei der Stärkung des Bindegewebes.
Für eine gute Ernährung bei trockener Haut sollte man täglich frisches Obst und Gemüse konsumieren, da diese reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind und so den Zellstoffwechsel anregen. Wenn du Schwierigkeiten damit hast, eine ausgewogene Ernährung zusammenzustellen, kannst du dich an der Ampel-Regel orientieren: Versuche immer wieder abwechselnd rotes, gelbes und grünes Obst und Gemüse zu verzehren.
Fleisch und Fisch sind auch Teil einer gesunden Ernährung, sollten jedoch in Maßen genossen werden. Bei Fleisch bietet sich vor allem mageres Fleisch wie Rind und Geflügel an, da diese den Aufbau von Kollagen und den Feuchtigkeitserhalt der Haut unterstützen. Fisch sollte bei einer trockenen Haut sicher im Ernährungsplan stehen, da Fisch unter anderem besonders mit reichhaltigen Omega-3-Fettsäuren für eine stabile und durchfeuchtete Haut sorgt. Besonders reichhaltige Fische sind Seefische wie Lachs oder Makrelen.
Obwohl Milchprodukte mit Nährstoffen wie Eiweiß bei trockener Haut helfen können, ist es empfehlenswert sicherheitshalber auf fettarme Produkte wie Magerquark oder Joghurt zurückzugreifen. Wenn Milchprodukte einen hohen Fettgehalt haben, könne diese nämlich viel Arachidonsäure beinhalten. Arachidonsäure kann gerade bei zu Entzündungen neigender Haut die Symptome verstärken.
Produkte wie Weißmehl und Zucker, die den Abbau von Kollagen fördern, sind besonders schlecht bei trockener Haut. Zucker begünstigt neben dem Kollagenabbau auch die Entzündungen im Körper und besitzt damit gleich zwei negative Eigenschaften. Vor allem leckere Süßigkeiten enthalten viel Zucker, aber auch gesunde Süßungsmittelalternativen wie Honig oder Dattelsirup sollten in ihrer Zuckermenge nicht unterschätzt werden. Es ist nicht notwendig sich gezwungenermaßen komplett zuckerfrei zu ernähren, jedoch macht es bei trockener oder zu Entzündungen neigender Haut Sinn, seinen Zuckerkonsum zu überprüfen und gegebenenfalls zu reduzieren.
Ebenso vermeiden solltest du hochverarbeitete Lebensmittel sowie Fast Food. Große Mengen an Konservierungsstoffen können Entzündungen fördern und die in Fast Food enthaltenen Transfette stören die Haut bei der Durchblutung und der Speicherung von Feuchtigkeit.
Selbstverständlich solltest du auch Produkte meiden, die der Haut weiter Feuchtigkeit entziehen. Hierzu gehören Alkohol, große Mengen an Salz und Koffein.
Viele Menschen, die mit trockener Haut zu kämpfen haben, leiden auch an Ekzemen und entzündlichen Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis oder Rosazea. Entzündungen sind eine Immunreaktion des Körpers als Antwort auf äußere Umweltfaktoren und Schadstoffe. Eine solche Immunantwort ist Teil eines gesunden Körpers. Probleme entstehen jedoch dann, wenn diese Entzündungsprozesse auf Dauer unbemerkt bleiben oder nicht richtig abheilen können. So können die Entzündungen chronisch werden und sich schließlich auch auf die Hautgesundheit auswirken. Um dem entgegenzuwirken, kannst du bei deiner Ernährung auf entzündungshemmende Lebensmittel achten.
Eine ballaststoffreiche Ernährung ist sehr zu empfehlen. Sie sorgt dafür, dass die guten Mikroben in unserem Darm zu entzündungshemmenden Fettsäuren umgewandelt werden. Quellen für Ballaststoffe sind unter anderem Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Gemüse, Pilze und Kreuzblütler wie Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl.
Antioxidantien dürfen auch bei dieser Diät nicht fehlen. Bei den Antioxidantien sind die sekundären Pflanzenstoffe Flavonoide, Carotinoide und Anthocyane hervorzuheben. Die findest du in Lebensmitteln wie Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Kirschen, Orangen, Zitronen, Grapefruit, rote Zwiebeln, Tomaten und roter bzw. gelber Paprika.
Gewürze wie Kurkuma und Ingwer sind nicht umsonst Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Sie haben die Eigenschaft Entzündungen zu lindern und diese sogar vorzubeugen.
Zu viel Konsum von tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurst und Fleisch ist aufgrund des hohen Fettgehaltes nicht gut für die Darmgesundheit. Ebenso werden Entzündungsreaktionen durch raffinierte Produkte wie Weißbrot, Instantprodukte und Süßigkeiten gefördert.
Good to know: Unser Bauchfett produziert Hormone, die Inflammationen fördern. Durch gesunde Gewichtsabnahme kannst du also tatsächlich auch Entzündungsprozessen entgegenwirken!
Wichtig: Vergiss über den Tag nicht ausreichend zu trinken!
Durch die Einnahme von 1,5 – 2 Liter Wasser am Tag stellt man schnell sichtbare Verbesserungen der Haut fest. Wasser sorgt für eine straffere und prallere Haut, wodurch man ein gesundes Hautbild erreicht. Wichtig ist es, dass die Einnahme von Flüssigkeit in Form von Wasser oder alternativ ungesüßten Tees, wie Brennnesseltee, erfolgt. Wenn du Fruchtsäfte präferierst, sind diese stark verdünnt auch eine gute Alternative zum Wasser. Versuch am besten Limonaden oder gesüßten Tees bzw. Fruchtsäften zu vermeiden.
Disclaimer: Bei manchen Hautproblemen liegt das Problem in der Ernährung, genauer gesagt liegt es häufig an allergenen Inhaltsstoffen wie Laktose, Gluten oder Fructose. So kann es sein, dass durch Unverträglichkeiten oder Allergien Hautprobleme oder -krankheiten getriggert werden. Insbesondere, wenn du parallel zu den Hautproblemen an Magen-Darm-Beschwerden leidest, empfehlen wir dir, dies bei einem Arzt oder einer Ärztin abklären zu lassen.